Author Archives: Peter Dähler

Kassensturz zum Thema Anwaltshonorare

Kassensturz zu umstrittenen Anwaltshonoraren

Gestern Abend hat sich der Kassensturz dem Thema Anwaltshonorare, insbesondere Erfolgshonorare, gewidmet. Im Kreuzfeuer der Kritik – sicher zu Recht – ein Anwalt der Kanzlei Kaufmann & Friedli, der nebst einer offenbar angemessenen Honorar-Entschädigung der Gegenpartei auch noch ein vereinbartes Erfolgshonorar von 15% einstreichen wollte.

Die Rechtslage ist inzwischen insofern geklärt, als das Bundesgericht Limiten setzt (4A_240/2016 vom 13. Juni 2017). Erfolgshonorare dürfen das Grundhonorar nicht überschreiten. Das Problem: Das lässt sich oft erst im Nachhinein feststellen.

Obwohl Erfolgshonorare vor allem in den deutschschweizer Anwaltsverbänden kritisch betrachtet werden, sind sie, soweit sie sich in einem vernünftigen Rahmen halten, nichts eigentlich Schlechtes. Sie können dazu anspornen, Fälle etwas schneller und erfolgsorientierter zu führen. Sie können eine Art Risikoprämie darstellen. Bestimmt werden sie in Zukunft noch vermehrt zum Zug kommen, innerhalb des relativ grossen Spielraums, den das Bundesgericht einräumt.

Wenn Kunden in nicht versicherten Fällen uns danach fragen, empfehlen wir, mit Anwälten keine Stundensätze von unter CHF 200.00 bei Erfolgsbeteiligungen von nicht über 5-10% zu vereinbaren.

Die Rechtsschutzversicherer – inklusive Dextra – decken die Erfolgshonorare nicht ab. Das hat allerdings einen speziellen Grund. Wir befänden uns im Dilemma, dass wir den Erfolg gar nicht mehr wünschten, weil er uns teurer zu stehen käme als der Misserfolg. Dies widerspräche dem Grundsatz unserer Daseinsbereichtigung. Wir wollen dem Kunden ja in erster Linie zum Erfolg verhelfen.

Wir Rechtsschutzversicherer sind also hier mehr oder weniger aussen vor. Wir sind aus Kostengründen darauf angewiesen, dass es Anwälte gibt, die auch ohne Erfolgsbeteiligung alles geben. Im Gegensatz zu dem, was viele sagen, stützen wir damit die Unabhängigkeit der Anwaltschaft. Wir fördern Anwälte, denen ihr Beruf Spass macht und die nicht immer nur die Dollars vor Augen haben. Anwälte, die auch unter diesen Bedingungen nur das Beste für Ihre Mandanten geben und den Erfolg suchen. Wir stehen dabei auch dazu, dass wir wie andere Anwaltskunden Honorare verhandeln und über die Honorar- und Kostenentwicklung in den Fällen genau und regelmässig orientiert werden wollen.

 

 

 

Steuer-Rechtsschutz: DAS und Dextra erhalten ein “Sehr gut”

K-Geld-Vergleich-Steuerrechtsschutz

Um ehrlich zu sein. Die DAS hat – quasi als Reaktion auf den Markteintritt von Dextra – als erste den Steuerrechtsschutz eingeführt und damit ihr Produkt entscheidend verbessert. In Deutschland gab es dieses Produkt übrigens schon lange. Dextra musste damals schnell reagieren und führte den Steuerrechtsschutz 2015 ebenfalls ein. Nun erhalten beide Anbieter ein “Sehr gut” von der Zeitschrift K-Geld für diese umfassende Steuerrechtsdeckung. Es gibt auch andere Anbieter in diesem Bereich. CAP und Protekta decken das Steuerrecht in ihren Zusätzen “Multirisk” und “Rechtsschutz Plus”, allerdings mit bescheidenen Deckungssummen von CHF 15’000 bzw. CHF 10’000.

Was tut sich eigentlich bei Dextra?

Ab und zu werde ich gebeten, in meinem Blog doch einmal ein Update zu geben, was sich bei Dextra so tut. Eigentlich ist es sehr viel. Aber ich fasse mich so kurz wie möglich.

Die DEXTRA RECHTSSCHUTZ AG ist die am stärksten wachsende Rechtsschutzversicherung der Schweiz. Mit CHF 6.9 Mio. Prämienzuwachs 2016 führt die DEXTRA das Feld an, gefolgt von der HELVETIA mit CHF 6.2 Mio. Zuwachs, PROTEKTA (Mobiliar) mit CHF 5.7 Mio. und AXA-ARAG mit CHF 5.4 Mio.. Dahinter folgen 13 weitere Gesellschaften mit mittlerem bis Nullwachstum.

Aktuell weist Dextra einen Kundenbestand von 40’000 Kunden und CHF 16 Mio. Prämien auf. Aus den 4 Mitarbeitern 2013 sind inzwischen 40 geworden.

Die GROUPE MUTUEL hat sich von ASSISTA und DAS getrennt und versichert das Rechtsschutzrisiko nun selbst. GROUPE MUTUEL und DEXTRA sind per 01.01.2018 eine Partnerschaft eingegangen, bei welcher DEXTRA die Rechtsfälle erledigt. Das sind nochmals so viele Fälle wie DEXTRA schon selbst hat. Halten Sie sich auf dem Laufenden unter dextra.ch/legis

Ermöglicht wird dies durch eine weitere Verstärkung unseres Anwaltsteams sowie eine Erweiterung unserer eigenen IT (aus DEX wird MEGADEX). Die Kunden-Experience und die Kommunikation mit externen Anwälten und Versicherungsmaklern, die wir gerade zusammen mit unserem Partner der ersten Stunde SUM.CUMO entwicklen, wird den Markt revolutionieren.

In ca. einem Monat wird zudem unsere neue Autoversicherung auf den Markt k0mmen. Diese Autoversicherungsgesellschaft, DEXTRA VERSICHERUNGEN AG, gehört den Geschäftsführern selbst sowie zahlreichen privaten und institutionellen Investoren, darunter hauptsächlich die DEXTRA RECHTSSCHUTZ AG und ein deutscher Lebensversicherer. Erfahren Sie mehr unter dextra.ch/autoversicherung

 

 

 

Rechtsschutz für Stockwerkeigentümer – Dextra erneut Testsieger

Rechtsschutz für Stockwerkeigentümer K-Geld 09.08.2017 Continue reading

Wenn (ab-)gestandene Anwälte Unsinn über junge Kollegen erzählen…

…muss ich mich unbedingt dazu äussern.

Die Behauptung

Sergio Giacomini, Jahrgang 1959, Anwaltspatent seit 1987, seit 2015 Präsident des Schweizerischen Anwaltsverbands, gibt in der heutigen Sonntagszeitung zum Besten, das Niveau der Jus-Studienabgänger sei gesunken. Seit der Bologna-Reform würden offenbar die Grundlagenfächer vernachlässigt. Vielen Stundenten gehe das vernetzte juristische Denken ab. Mehrere kantonale Anwaltsverbände würden sich regelmässig beschweren. Die Durchfallquote bei den Anwwaltsprüfungen habe zugenommen. Und aus dem Lager, das die jungen Anwälte eigentlich verteidigen will, wird gleich noch ein zweites Klischee verbreitet: Die Studienabgänger seien sprachlich nicht mehr auf der Höhe.

Meine Erfahrung

Aus hunderten selbst vor Gericht ausgefochtenen Fällen, aus tausenden begleiteten Fällen, aus Kontakten mit tausenden Anwälten kann ich von einer ganz anderen Erfahrung berichten. Diese vagen und wenig belegten Äusserungen der Anwaltsverbände sind Unsinn. Continue reading

Europäische Reiseversicherung unterliegt zu 100%

Sie erinnern sich, liebe Blog-Leser. Vor ca. einem Jahr habe ich in diesem Blog das perfide Verhalten der Europäischen Reiseversicherung in einem aus meiner Sicht klaren Fall eines Gepäckdiebstahls aufgezeigt. Lesen Sie nochmals unter Europäische Reiseversicherung zahlt nicht – Oder: Wenn die Versicherungsbranche sich selbst parodiert.

Nun ist es soweit: Das Urteil des Zivilgerichts des Kantons Basel-Stadt liegt vor. Die “Europäische” verliert auf allen Ebenen und muss unseren Kunden den vollen Schaden des Diebstahls, über CHF 4’000, zurückerstatten sowie die gesamten Gerichtskosten und unsere Anwaltskosten übernehmen. Hier finden Sie das Urteil: Entscheid Europäische geschwärzt.

Nach meinem Blog-Eintrag hatte mich der CEO der Europäischen, Thomas Tanner, noch unter Druck setzen wollen. So kündigte er an, mein Vorgehen bezüglich Publikation via Blog und den damit für die Europäische einhergehenden möglichen Reputationsschaden in der Geschäftsleitung thematisieren zu wollen. Die gesamte Geschäftsleitung, also auch Patrik Grobe, bestätigte den für mich damals völlig unverständlichen Entscheid.

Nun ist die Quittung gekommen. Die Europäische muss zahlen und hat ein Stück Glaubwürdigkeit eingebüsst. Die Dextra fühlt sich in ihrer Haltung bestätigt. Sofern ein Fall zu gewinnen ist, wird er ohne Wenn und Aber durchgezogen. “DEXTRA: SIEG NACH PUNKTEN”, wie wir auf unserer Website versprechen. Ok, hier war es ein Knockout.

 

Online-Reisevermittler im Konkurs: Vom Schnäppchenurlaub zum Albtraum und zurück? – Gastbeitrag von RA Manuel Cozzolino*

* Rechtsanwalt Manuel Cozzolino ist bei der Dextra Rechtsschutz AG angestellt.

Kurz vor Beginn der sommerlichen Hauptferienzeit brodelte die Gerüchteküche bereits heftig, in der letzten Juliwoche 2016 folgte dann die ernüchternde Gewissheit: Der Unister-Konzern, dem auch bekannte Namen wie www.ab-in-den-urlaub.de, www.fluege.de und www.reisegeier.de angehören, meldet kurz nach dem Tod des Firmengründers bei einem Flugzeug-Absturz Insolvenz an.

Auch die bei Schweizer Fernwehgeplagten geschätzte Buchungsplattform www.hoteling.com hat ihre operative Geschäftstätigkeit eingestellt und steht seit Kurzem unter englischer Konkursverwaltung. Einen Namen gemacht hat sich hoteling.com auf den einschlägigen Reiseportalen, wo ihre Angebote regelmässig als am preiswertesten gelistet und entsprechend häufig gebucht wurden. Anhand des Beispiels hoteling.com soll nachfolgend exemplarisch dargestellt werden, wie Sie sich im Schadenfall richtig verhalten und sich wehren können. Continue reading

Zum Artikel im Plädoyer: “Der Druck auf Anwälte wird immer grösser”

Artikel – “Der Druck auf Anwälte wird immer grösser”

Man kann solche Presseartikel über Rechtsschutzversicherungen nur begrüssen. Sie machen der Allgemeinheit und hier insbesondere auch den Anwältinnen und Anwälten die Funktionsweise der Rechtsschutzversicherung verständlicher. Um so bedauerlicher, dass sich unsere Konkurrenz bedeckt gibt und dass sie diese Diskussion nicht führen will.

Zum Artikel selbst:

Natürlich muss auch Dextra einen gewissen Druck auf die Anwaltshonorare ausüben. Wir tun dies jedoch nie zu Lasten unserer Kunden und niemals zu Lasten der Qualität und des Erfolgs in den einzelnen Fällen. Im Gegenteil, wie zu zeigen ist.

Denn um was geht es schlussendlich? Weshalb haben wir die Dextra gegründet? Es geht bestimmt nicht darum, Anwältinnen und Anwälten den Lebensunterhalt zu finanzieren. Nein, es geht darum, Rechtssuchenden zu helfen, die zum Beispiel von arroganten Grossversicherern im Stich gelassen werden, von eckelhaften, ungerechten oder übermächtigen Vertragspartnern ausgenützt oder abgezockt werden, sich im Justizdschungel nicht zurecht finden und ohne uns verloren wären, echt verloren wären. Es ist unsere gesellschaftliche Pflicht, dies zu Prämien anbieten zu können, die auch weniger gut betuchte Personen und Kleinbetriebe noch bezahlen können.

Wenn also ein Rechtsprofessor sinngemäss solchen Stumpfsinn behauptet wie “500 Franken pro Stunde für ein Anwaltshonorar in einem rechtsschutzversicherten Fall ist auch noch ok”, dann verkennt er, dass solche Honorare in der freien Wildbahn nur noch von einem Scheich von Katar oder einer Schweizer Grossbank bezahlt werden. Ein solcher Ansatz ergibt CHF 700’000 Umsatz pro Jahr für einen Anwalt. Sorry, auf dem Buckel der anderen Rechtsschutzversicherten ist das nicht ok! Auf keinen Fall könnten Rechtsschutzversicherungen mit solchen Honoraren noch ihren sozialen Auftrag erfüllen. Abgesehen davon, dass der Markt solche Honorare schlicht nicht mehr hergibt.

Also: Wir sind uns völlig einig, dass es exzellente Anwälte braucht. Es geht darum, Fälle zu gewinnen oder mit guten Resultaten abzuschliessen, den Leuten also echt zu helfen. Wir kritisieren keine vernünftigen Honorare von erfolgreichen und effizienten Anwältinnen und Anwälten.

Aber: Es gibt sehr gute Anwältinnen und Anwälte mit einer super Erfolgsbilanz, die nicht mehr kosten als der Durchschnitt. Wir mögen einfach die Abzocker nicht bedienen. Und ich verstehe auch nicht, wem man damit helfen will, wenn man diese Abzocker unterstützt. Die Realität sieht anders aus: Die teuersten Anwälte sind oft eher schlecht und unterbeschäftigt. Sie versuchen sich durch Rechtsschutzversicherungen zu sanieren. Sie blicken nicht in die Zukunft, betreiben kein Selbstmarketing und arbeiten recht ineffizient von der Korrespondenz bis zur Rechnungstellung.

Ob als Rechtsschutzversicherung oder als Rechtsanwalt: Es geht darum, Leuten zu helfen. Das Geld darf nicht im Vordergrund stehen.

 

Nur Dextra Rechtsschutz ist in allen Vergleichen “Gut”

Dextra erhielt im September 2014 bei einem Produktvergleich des Kassensturz als einziger Rechtsschutzversicherer die Note “Gut”. Dieser Vergleich betraf die Produkte. Ein neuer Vergleich betrifft die Dienstleistung hinter den Produkten: Heute ist das Anwaltsrating des K-Tipp erschienen. Auch hier schneidet Dextra “Gut” ab, auf dem 2. Rang von 9 getesteten Versicherern. Bei diesem Rating ging es um die Beurteilung der Dienstleistungen und des Verhaltens gegenüber Anwältinnen und Anwälten. Bemerkenswert: Dextra erzielt dieses ausgezeichnete Rating, obwohl sie sich gegenüber den Anwälten völlig unabhängig und unbestechlich verhält, einige durchaus auch einmal scharf kritisiert wegen mangelhaften Leistungen oder überteuerten Honorarrechnungen. Wir nehmen da kein Blatt vor den Mund. Und ebenso bemerkenswert: Dextra erreicht diese guten Noten als Newcomer.

Aber obwohl Dextra als einzige Rechtsschutzversicherung in beiden Tests gut/gut erreicht, wird sie sich nicht zurücklehnen. Produkt, Preis und Dienstleistung sollen im Konkurrenzvergleich auch künftig die Besten sein.

Hier die beiden Tests:

Kassensturz Vergleich Rechtsschutzversicherungen 02.09.2014

K-Tipp Anwaltsrating Rechtsschutz 18.05.2016

 

Dextra Rechtsschutz mit neuen Versicherungs-bedingungen, neuer Website, neuem Design

Die neue Website der Dextra können Sie hier besuchen: Website

Dextra erlebt gerade aufregende Zeiten: Wir wachsen um mindestens eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter pro Monat. Gleichzeitig erhöht sich unser Kundenbestand um monatlich ca. 1´000 Kunden.

Auf diesem Erfolg ruhen wir uns nicht aus, sondern haben uns der Verbesserung unserer Versicherungsbedingungen gewidmet. Ab sofort haben unsere Produkte eine umfassendere Deckung als je zuvor. Es sind aber nicht nur die zusätzlichen Deckungen, die uns wichtig sind. Vielmehr wollten wir in den neuen Bedingungen auch Missverständnisse beseitigen. Deckungsausschlüsse wurden reduziert und eindeutiger formuliert. Wir vermeiden es, neue Deckungen nur halbherzig anzubieten mit eingeschränkten Deckungssummen von CHF 20’000 und dergleichen, die gerade in gewissen Rechtsgebieten nicht einmal für die Gerichtskosten ausreichen. Schauen Sie sich unsere neuen Bedingungen und Factsheets hier an und vergewissern Sie sich, dass es nichts Besseres gibt.

Die Versicherungsprämien bleiben trotz allen Verbesserungen unverändert.

In Kürze werden hier auch die Konkurrenzvergleiche publizieret.